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11:42h, Donnerstag 29.07.2010
Hilfe von der Abteilung Gesundheit

Psychosoziale Betreuung nach der Loveparade


Gütersloh. Eine Vielzahl von Menschen hat die Katastrophe von der Duisburger Loveparade miterlebt – sei es als Teilnehmer, als Hilfs- oder Einsatzkraft oder mittelbar als Angehöriger. Diejenigen aus dem Kreis Gütersloh, die mit der Bewältigung der Ereignisse Probleme haben, können sich Hilfe suchend an den Sozial-psychiatrischen Dienst der Abteilung Gesundheit des Kreises Gütersloh wenden. Von 8 bis 17 Uhr (montags bis donnerstags) beziehungsweise freitags von 8 bis 15 Uhr stehen erfahrene Experten unter Telefon 05241/85-1718 als Ansprechpartner zur Verfügung. Dr. Reinhard Michels, stellvertretender Leiter der Abteilung Gesundheit: „Manchmal reicht schon ein einfaches Gespräch. Unsere Mitarbeiter hören aber auch heraus, ob es sich um ein tiefer gehendes Trauma handelt. Dann können wir entsprechende Experten benennen, die weiterhelfen.“ Die Abteilung Gesundheit übernimmt an dieser Stelle eine Filterfunktion für all jene, die nicht wissen, an wen sie sich wenden sollen mit ihren Problemen.

Die psychosoziale Betreuung wurde auf Bitte des NRW-Innenministeriums eingerichtet. Flächendeckend in ganz NRW sollen Anlaufstellen errichtet werden, um den Menschen nach der Loveparade-Katastrophe zur Seite zu stehen. Laut Dr. Michels wäre es nicht ungewöhnlich, wenn sich erst Tage später herausstellt, dass man ein traumatisches Ereignis nicht verarbeitet. „Jetzt kommen die Menschen zu sich, beobachten sich im Alltag und merken, dass sie alleine damit nicht fertig werden.“

 



kristina.juergenhake

Der Beitrag wurde am Donnerstag, dem 29. Juli 2010 um 11:42 Uhr veröffentlicht und wurde unter Startseite, Lokales abgelegt.


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